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Grubenentleerung

Allgemeines

Abwassersammelgruben sind wasserdichte Behälter, die keinen Ablauf aufweisen dürfen.
Sie dienen zur Aufnahme und Speicherung von häuslichem Schmutzwasser, das nicht an eine öffentliche Kanalisation angeschlossen werden kann und aus Gründen des Gewässerschutzes nicht auf dem Grundstück behandelt und nicht in ein Gewässer eingeleitet werden darf.

Die Abwasserentsorgung durch Abwassersammelgruben ist grundsätzlich nur als Behelf zu betrachten.

Der Abwassersammelgrube dürfen nicht zugeleitet werden:

  • gewerbliches Schmutzwasser, soweit es nach Menge und Beschaffenheit nicht mit häuslichem Schmutzwasser vergleichbar ist
  • Dränagewasser
  • Ablaufwasser von Schwimmbecken
  • Niederschlagswasser

Entleerung / Entsorgung

Die Abwassergruben werden vom Betreiber bzw. Eigentümer bei Bedarf, jedoch mindestens 2 Mal pro Jahr, entleert. Dazu ist eine Fachfirma zu beauftragen. Weitergehende Verpflichtungen aus anderen Rechtsgrundlagen bleiben unberührt. Der Inhalt abflussloser Gruben ist der kommunalen Kläranlage zuzuführen.

Über  die  Entleerung  der  Grube  sind  Aufzeichnungen  zu  führen,  aus  denen Häufigkeit der Entleerung und die entleerte Menge sowie die Kläranlage hervorgeht, an die der Grubeninhalt abgegeben  worden ist. Die Leerungsbelege  sind vom Betreiber der Grube aufzubewahren und auf Verlangen den zuständigen Behörden vorzulegen.

Wichtiger Hinweis:
In Abwassersammelgruben muss mit der Bildung von gefährlichen Gasen, wie beispielsweise Schwefelwasserstoff, gerechnet werden. Muß in die Abwassersammelgrube eingestiegen werden, ist dies nur bei völlig entleerter, gesäuberter und ausreichend gelüfteter Grube zulässig. Die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften für Abwasseranlagen sind zu beachten.